Babyboomer als Marketing-Brachland

Babyboomer als Marketing-Brachland

Marktpotenziale der Best Ager werden im digitalen Marketing nicht ausgesch?pft

Die weltweite Friday For Future (FFF)-Bewegung hat den Begriff wieder ans Licht gezerrt: “Boomer”. In ver?chtlichem Ton als Abgrenzung gegen altes Denken verwendet, sollten die “Boomer” f?r alles stehen, was es hinsichtlich der drohenden Klimakatastrophe zu ?ndern gelte. Dass, wie Studien zeigen, die Boomer oder Babyboomer sich nicht klimasch?dlicher verhalten als die Generation, aus der die FFF-Bewegung entspringt, war dabei eine in Kauf genommene Ungenauigkeit bei der Verwendung des Kampfbegriffs Boomer.

Die Babyboomer im Fokus

Dennoch macht es Sinn, die Generation der Babyboomer mehr in den Fokus zu nehmen. Die bev?lkerungsreichste Generation der Gesellschaft hat schon jetzt die 50er-Marke ?berschritten. Und wenn schon in wenigen Jahren ?ber 50 Prozent der Bev?lkerung in Deutschland aus Menschen bestehen, die ?lter als 50 Jahre sind, hat das weitreichende Folgen – f?r das Rentensystem, die Pflegesituation, aber auch f?r das Konsumverhalten, f?r Freizeitangebote und Mobilit?tsl?sungen.

F?rs Marketing im besten Alter: Best Ager

Im Marketing wird diese Generation 50plus wohlwollend mit dem Begriff “Best Ager” tituliert. Doch nicht ohne Grund. Denn die Menschen “im besten Alter” verf?gen ?ber die h?chste Kaufkraft aufgrund des h?chsten – verf?gbaren – Einkommens. Dazu kommt, dass die Generation 50plus die Erbengeneration der Wirtschaftswunder-Generation ist, weshalb zus?tzlich bei Teilen der Best Ager bedeutende (Geld-)Verm?gen in diese Generation einflie?en.
“Obwohl die Generation 50plus f?r alle Branchen im B2C-Bereich extrem lukrativ ist, beobachte ich eine fortw?hrende Orientierung an jugendlichen Zielgruppen”, so Holger Hagenlocher, Marketing- und Kommunikationsberater aus Singen am Hohentwiel. “Das ist unlogisch, weil Unternehmen damit auf gewaltige Marktpotenziale verzichten.”

Verschwendung von Potenzialen durch Jugend-Fixierung

Die Gr?nde, warum Marketer aus Unternehmen und Agenturen sich nach wie vor besonders auf junge Zielgruppen fokussieren und die Generation 50plus nur stiefm?tterlich behandeln, liege nach Auffassung Hagenlochers an einer Vielzahl von Gr?nden, die den Einstieg in dieses Marktsegment erschweren. So sei diese Zielgruppe sehr heterogen. Hier bed?rfe es einer weiteren Segmentierung. W?hrend j?ngere Babyboomer sich eher noch an den J?ngeren orientieren und Tr?ume mit der wiedergewonnenen finanziellen Freiheit nach der Familienphase umsetzten, haben die ?lteren Babyboomer im Alter von Mitte 60 ganz andere Themen, die sie umtreiben.

Kommunikationsbranche in der eigenen Blase?

Als weiteren Grund, warum die Potenziale dieses Segments nicht ausgesch?pft w?rden, nennt Holger Hagenlocher, die Personalstruktur im Marketing-Bereich. In den Marketing-Bereich von Unternehmen und Agenturen ziehe es viele junge Leute, die an neuen Trends im Jugendbereich, wie zum Beispiel TikTok orientiert seien. Dort tr?fen sie dann auf Berufsjugendliche gehobenen Alters, die ebenfalls auf der H?he der Zeit sein wollen und deshalb das Thema 50plus-Markeitng ausklammern.
Auch beobachte er, dass sich immer mehr Agentur- und Medienschaffende im eigenen Kosmos im Kreis drehen. Das beste Beispiel daf?r sei die “Twitter-Bubble”, deren Themen und Streben nach politisch korrekten Konventionen nach Auffassung Hagenlochers sich immer mehr von den eigentlichen Problemen der Gesellschaft entferne, jedoch ?berproportional starke Ber?cksichtigung in den Medien erfahre. Diese Abgehobenheit von Agenturen und Medienschaffenden f?hre dazu, dass beachtliche Marktpotenziale verschenkt w?rden.

Hohe Online-Affinit?t, doch nur wenige Angebote

Es sei erstaunlich, dass es nur wenige Angebote gebe, die speziell f?r die jungen Alten konzipiert seien. Eine klare Positionierung und Segmentierung k?nne Unternehmen bei der Auswahl von Werbeplattformen und Kommunikationsangeboten helfen. Je genauer die Zielgruppe eines Angebotes definiert ist, desto direkter lasse sie sich ansprechen. Als Beispiel f?r eine solche Positionierung nennt Hagenlocher das Internetangebot “50plus-Mann” (https://50plusmann.de), ein Internetportal, dass Themen behandelt, die M?nner ?ber 50 bewegen.
“Dabei w?re die Generation 50plus bereit jetzt gut im Internet und den sozialen Medien zu erreichen”, so Holger Hagenlocher. “Nach einer Bitkom-Studie (https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Jeder-Dritte-kann-sich-ein-Leben-ohne-Social-Media-nicht-mehr-vorstellen.html) aus dem Jahr 2018 sind 80 Prozent der Best Ager im Alter von 50 bis 64 in den verschiedenen sozialen Netzwerken vertreten. Tendenz steigend.” Potenziale, die f?r Marketer noch Brachland seien, das es zu bestellen gelte.

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