Endspurt Rohstoffe: Recycling-Industrie-Metalle

Endspurt Rohstoffe: Recycling-Industrie-Metalle

Rohstoffpolitik in der Europ?ischen Union: Kritische Rohstoffe, Gewinnung und Wiederverwertung. Werkstoffe aus der Gruppe der Industriemetalle, Ressourceneffizienz, Energiewende und Digitalisierung als Treiber. Stoffkreislauf und Recycling metallischer Werkstoffe.

Der Traum einer perfekten Kreislaufwirtschaft wird in einigen Recyclinganlagen schon zur Realit?t. Ressourcengewinnung durch Recycling stellt eine nachhaltige Rohstoffstrategie dar, dennoch sind damit gravierende Herausforderungen verbunden. Zu den bekanntesten kritischen Rohstoffen z?hlen Seltene Erden, Kobalt, Platinmetallgruppen oder Lithium, damit Windr?der, Solaranlagen, Batterien f?r Elektroautos, Drohnen oder Technologien der Digitalisierung funktionieren. Aus der breiten Palette der Technologiemetalle stellt das Liechtensteiner Unternehmen doobloo AG eine gezielte Auswahl an Rohstoffen zum Kauf als physisches Investment. Edelmetallexperte Dr. Peter Riedi steht im Thema rund um die kritische Versorgung von strategischen Metallen. “Strategische Metalle sind knapp, die limitierte Verf?gbarkeit h?ngt mit der F?rderung und Produktion der Metalle eng zusammen. Die F?rder- und Produktionsst?tten liegen aber oftmals au?erhalb Europas. Technologiemetalle und Seltene Erden werden f?r fast alle Hightech-Entwicklungen der letzten Jahre ben?tigt. Viele stehen auf der Liste der EU als kritische Rohstoffe, die im Besonderen f?r die europ?ische Wirtschaft dringend ben?tigt werden”, erkl?rt Dr. Riedi, Verwaltungsrat doobloo AG. F?r die Europ?ische Union z?hlen Rohstoffe zu den kritischen, wenn zum einen eine besondere volkswirtschaftliche Bedeutung damit verbunden ist und diese einem hohen Lieferrisiko unterliegen. Der European Green Deal strebt bis 2050 die Klimaneutralit?t an. Kern der EU-Pl?ne sieht vor, Lieferketten zu diversifizieren, die Wiederverwendung und Verwertung von Rohstoffen, wie auch den Verbrauch zu reduzieren.

Strategische Metalle: Nebenprodukt der Produktion

Die Sanierung alter H?user und das Verschrotten von Autos sind nur zwei aus unz?hligen Faktoren, die f?r das Wachsen des Altmetallberges beispielsweise auf Schrottpl?tzen verantwortlich sind. Am Beispiel von Aluminium wird deutlich, dass die Herausforderungen bez?glich des Recycling-Prozesses unterschiedlich zu anderen Industriemetallen sind. Dr. Riedi erkl?rt, dass Aluminium abh?ngig von der Verwendung in Hunderten verschiedenen Legierungen existiert, welche bisher aufw?ndig und r?ckstandslos voneinander getrennt werden konnten. Dies hatte zur Folge, dass beim Einschmelzungsprozess gro?e Mengen an Prim?raluminium beigemischt werden mussten, um die gew?nschte Mischung der Zuschlagstoffe zu erreichen. Der Herstellungsprozess dieses Prim?raluminiums gilt allerdings als ?u?erst energieintensiv, weshalb aktiv an neuen Recycling-Prozessen geforscht wird, um den Aufwand des Rohstoffkreislaufes zu minimieren. “Zudem entstehen Strategische Metalle als Nebenprodukt in der Produktion anderer Rohstoffe. Gallium wird beispielsweise bei der Aluminiumherstellung gewonnen und damit ist die Verf?gbarkeit an den Bedarf von Aluminium gekoppelt”, erkl?rt Dr. Riedi.

Recycling von Aluminium – Weiterverarbeitung

Zum Spitzenreiter der europ?ischen Aluminiumrecyclingindustrie z?hlt Deutschland mit rund 700.000 Tonnen und einer ?ber 90 prozentigen energie- und ressourcenschonenden Wiederaufbereitung. “Deutschland z?hlt im Verpackungsbereich zum Recyclingweltmeister, denn alle Verpackungen werden dem Recycling zugef?hrt und aus gebrauchten Produkten entstehen neue hochwertige Produkte”, f?gt Dr. Riedi hinzu. So wird Aluminium aus alten Fensterrahmen haupts?chlich f?r die Herstellung neuer Fensterrahmen verwendet, aus Profilschrotten lassen sich neue Profile herstellen oder aus Aluminiumblechen neue Walzprodukte.

Der Aluminiumschrott wird vor der Weiterverarbeitung sorgf?ltig vorsortiert. Um von der Beimischung und damit der Herstellung von Prim?raluminium absehen zu k?nnen, gilt es, die in den Legierungen enthaltenen Schwermetalle und andere Werkstoffreste wie Gummi oder Silikon sauber vom alten Aluminium zu trennen. Nachdem der Aluminium-Schrott in einem ersten Schritt zerkleinert wurde, sorgen in einem n?chsten Schritt sogenannte Magnet- und Wirbelstromabscheider f?r das Herausfiltern von Eisenteilen und nichtmetallischen Werkstoffresten. Der verbleibende Schrott besteht nun nahezu ausschlie?lich aus reinem Aluminium, allerdings auch zum Teil aus Aluminiumresten, welche nicht der geforderten Legierung entsprechen, sondern erh?hte Kupfer- oder Zinkanteile aufweisen. Dies sind zum Beispiel Fenstergriffe und Nieten aus Aluminium, welche in modernen Recyclinganlagen von speziellen R?ntgenmaschinen identifiziert und anschlie?end aussortiert werden. Die Identifizierung erfolgt ?ber die Messung der absorbierten Strahlung der einzelnen Aluminiumchips. Die hierbei st?renden Schwermetalle in den Legierungen absorbieren weniger Strahlung und k?nnen somit identifiziert und aussortiert werden. In weiteren Schritten werden die Aluminiumchips eingeschmolzen und beispielsweise zu weiteren Fensterrahmen verarbeitet.

Industrie und Umwelt: optimale ?kobilanz durch geschlossene Kreisl?ufe

Diese innovativen Technologien sch?tzen die Umwelt und sorgen f?r einen nahezu reibungslosen Recyclingprozess von Aluminium. “F?r das Recycling von Aluminium ist der Energieeinsatz bis zu 95 Prozent niedriger als im Vergleich der Prim?rherstellung. Damit wird durch jede neue Verwendung des Werkstoffes Aluminium die ?kobilanz verbessert”, sagt Dr. Riedi und ist ?berzeugt, dass in Zukunft das Metallrecycling an Bedeutung gewinnen und eine immer wichtigere Rolle spielen wird. Aluminium ist ein Werkstoff f?r Generationen, ein wesentlicher Vorteil liegt in der langen Nutzungsdauer: fr?her Bestandteil der Milchkanne der Urgro?mutter und heute im Photovoltaikelement auf dem Dach des Urenkels.

Neben Autos und anderen typischen metallischen Produkten finden sich Metalle in zahlreichen elektronischen Ger?ten wie beispielsweise in Mobiltelefonen. Auch diese Wertstoffe k?nnen recycelt werden, dazu m?ssen die alten elektronischen Ger?te an Recyclingstellen abgegeben werden. Anlaufstelle hierf?r sind neben Recyclingh?fen zum Beispiel Elektronikfachgesch?fte und Filialen der meisten Mobilfunkanbieter.

Das Recycling ist nicht nur ressourcenschonend, sondern auch der Energiebedarf beim Wiederverwerten des Metalls aus alten Ger?ten ist wesentlich geringer als das Herstellen von Metall aus prim?ren Rohstoffen. Dr. Riedi ist ?berzeugt, dass diese und effizientere Technologien zur Wiederverwertung von Industriemetallen Schl?sseltechnologien f?r mehr Umwelt- und Ressourcenschutz dienen. Zudem weist der Edelmetallexperte darauf hin, dass Kreislaufwirtschaft mehrdimensional ist, sowohl ?kologisch als auch wirtschaftlich und sozial nachhaltig. Das Beispiel Aluminium verdeutlicht, was m?glich ist.

V.i.S.d.P.:

Maximilian Bausch
Unternehmensberater & Blogger

?ber den Autor:

Maximilian f?hrt die Automatisierung als Tool der Vereinfachung der Arbeit ab. Die Weiterentwicklung ist seine Passion. Ohne Automatisierung l?uft nichts mehr, weder Industrie, Handwerk noch die Dienstleistung. Die Generationen X, Y und Z sind komplett digitalisiert und die Zukunft gestaltet sich neu – Grenzen verschwinden. Maximilian z?hlt sich zu den jungen Native Digitals mit der Idee, die Automatisierung ?bergreifend einzusetzen. In seinem Blog bausch-enterprise.de befasst er sich mit k?nstlicher Intelligenz und Digitalisierung, baut auf die Zukunftswerkstatt, um mit Vorurteilen und ?ngsten vor Automatisierung abzubauen. Damit den Weg f?r Wirtschaftlichkeit und Effizienz von Unternehmen positiv zu begleiten, indem Kommunikation und Diskussion aufgegriffen werden. Du erreichst uns unter abowi.com.

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