Digitale Plattform iptas unterstützt Psychotherapeuten bei Therapieplanung, Forschungstransfer und KI-gestützter Dokumentation.
Die Assistenzplattform iptas unterstützt Psychotherapeuten bei Therapieplanung, Wissensintegration und Dokumentation, um die Behandlungsqualität zu verbessern und zeitaufwendige Routineaufgaben im Praxisalltag zu verringern
Wiesbaden. Die iptas INNOVATIONS GmbH bringt einen digitalen Copiloten für Psychotherapeuten in den Markt. Seit März 2026 befindet sich die Assistenzplattform im Regelbetrieb. Sie verbindet Therapienavigation, wissenschaftliche Wissensaufbereitung und KI-gestützte Dokumentation, um Psychotherapeuten im Praxisalltag zu unterstützen.
Ziel der Plattform ist es, den Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Versorgung zu erleichtern und gleichzeitig organisatorische Belastungen im Praxisalltag zu reduzieren.
Psychotherapie zwischen Forschung und Praxis
Psychische Erkrankungen sind weit verbreitet: Jeder vierte Erwachsene in der EU erkrankt innerhalb eines Jahres an mindestens einer psychischen Störung¹. Entsprechend hoch ist der Druck auf das Versorgungssystem. Wer psychotherapeutische Hilfe sucht, wartet im Durchschnitt 142 Tage, also fast fünf Monate, auf eine Behandlung².
Doch die Herausforderung endet nicht mit dem Therapiebeginn. Auch im Praxisalltag wird es zunehmend schwieriger, die wirksamsten Verfahren für den jeweiligen Patienten konsequent umzusetzen. So erhalten beispielsweise 53 Prozent der Patienten mit Angststörungen keine Expositionstherapie, obwohl ihre Wirksamkeit wissenschaftlich gut belegt und in Leitlinien ausdrücklich empfohlen ist³.
Der Grund liegt nicht im fehlenden Engagement einzelner Therapeuten, sondern in einem strukturellen Problem: Die wissenschaftliche Forschung wächst schneller, als Menschen sie im Alltag verarbeiten können. Allein zum Suchbegriff „Depression“ finden sich in PubMed, einer der weltweit größten medizinischen Forschungsdatenbanken, mehr als 670.000 Publikationen und jedes Jahr kommen Tausende hinzu. Kein praktizierender Therapeut kann diese Wissensmenge fortlaufend sichten, bewerten und für jeden Einzelfall systematisch nutzbar machen.
So entsteht eine Lücke zwischen dem, was wissenschaftlich über wirksame Behandlungen bekannt ist, und dem, was unter realen Versorgungsbedingungen im Praxisalltag umgesetzt werden kann. Diese Kluft kann sich unmittelbar auf die Behandlungsqualität auswirken. Der Psychotherapeut und Wissenschaftler Prof. Dr. Frank Petrak gründete iptas, um für dieses strukturelle Problem eine digitale Lösung zu entwickeln.
Das Assistenzsystem strukturiert den Behandlungsprozess, macht relevantes Forschungswissen verfügbar und unterstützt die Dokumentation mit Hilfe künstlicher Intelligenz.
Digitaler Copilot für den therapeutischen Behandlungsprozess
Kern der Plattform ist ein digitaler Copilot für Psychotherapeuten. Das System begleitet Therapeuten entlang des gesamten Behandlungsprozesses – vom Erstkontakt über Diagnostik und Behandlungsplanung bis zum Therapieabschluss. Grundlage ist ein Behandlungsmodell mit zehn klar definierten Phasen. Für jede Phase stellt die Plattform evidenzbasierte Strategien, Checklisten und leitlinienorientierte Hinweise bereit. Die klinische Entscheidung bleibt dabei vollständig beim Therapeuten.
Wissensbibliothek für Psychotherapeuten
Ein Redaktionsteam aus Forschern und erfahrenen Therapeuten arbeitet gemeinsam mit Künstlicher Intelligenz daran, die Flut der Forschung systematisch aufzubereiten und direkt im Behandlungskontext verfügbar zu machen. Dadurch sollen relevante Erkenntnisse aus Studien und Leitlinien schneller im Praxisalltag genutzt werden können. Ziel ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse systematischer in die Psychotherapie zu integrieren und so Behandlungen wirksamer zu machen.
Künstliche Intelligenz zur automatisierten Dokumentation mit Qualitätscheck
KI-gestützte Dokumentationsunterstützung ist in der Medizin keine Neuheit mehr – in Radiologie, Pathologie und Hausarztpraxen gehören entsprechende Systeme zum Alltag. Die Lösung von iptas zielt jedoch nicht nur auf Zeitersparnis, sondern auch auf die Qualität der Dokumentation. Die KI prüft im Dialog mit dem Behandler, ob fachliche und rechtliche Anforderungen erfüllt sind, und gibt Hinweise, bevor das Dokument freigegeben wird. Die klinische Bewertung und therapeutische Entscheidung liegen weiterhin vollständig beim Therapeuten.
„Psychische Erkrankungen sind häufig, gut erforscht und in vielen Fällen wirksam behandelbar. Dass trotzdem so viele Patienten lange warten und dann nicht immer die beste Behandlung erhalten, hat einen Grund: Die Wissensexplosion in der Forschung ist für einzelne Therapeuten nicht mehr zu überblicken. Das ist ein strukturelles Problem, und digitale Unterstützung kann hier einen realen Beitrag leisten.“
Prof. Dr. Frank Petrak, Gründer und Geschäftsführer, iptas INNOVATIONS GmbH
Entwicklung mit wissenschaftlicher Begleitforschung
Die Entwicklung der Plattform wird wissenschaftlich begleitet. Zu den Partnern zählen unter anderem das Forschungs- und Behandlungszentrum für psychische Gesundheit (FBZ), Klinische Psychologie und Psychotherapie der Ruhr-Universität Bochum, die Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie am LWL-Universitätsklinikum Bochum sowie die Charlotte Fresenius Hochschule München. Die Zusammenarbeit erfolgt im Forschungsverbund Netzwerk Innovation in der Psychotherapie (NIPS).
Referenzen:
1 https://www.dgppn.de/_Resources/Persistent/a71c6af0841eb0236690e3d360630418d5f56c24/2025_DGPPN_Basisdaten Psychische Erkrankungen.pdf
2 https://www.bptk.de/pressemitteilungen/psychisch-kranke-warten-142-tage-auf-eine-psychotherapeutische-behandlung/
3 https://econtent.hogrefe.com/doi/abs/10.1026/1616-3443/a000441
Über iptas INNOVATIONS GmbH
Die iptas INNOVATIONS GmbH mit Sitz in Wiesbaden entwickelt digitale Assistenzlösungen für Psychotherapeuten. Das Unternehmen wurde von dem Psychotherapeuten und Wissenschaftler Prof. Dr. Frank Petrak gemeinsam mit Xaver Ebner und Michael Reibold gegründet und verbindet klinische Erfahrung, psychotherapeutische Forschung und Technologieentwicklung.
Mit der Plattform iptas entwickelt das Unternehmen einen digitalen Copiloten für Psychotherapeuten, der bei Therapienavigation, evidenzbasierter Wissensintegration, Dokumentation und Qualitätssicherung im Behandlungsprozess unterstützt. Die Entwicklung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen, Kliniken und Praxispartnern.
Pressekontakt
Prof. Dr. Frank Petrak · Geschäftsführung · iptas INNOVATIONS GmbH · Schöne Aussicht 44 65193 Wiesbaden · info@iptas.de · https://iptas.de
Die iptas INNOVATIONS GmbH mit Sitz in Wiesbaden entwickelt digitale Assistenzlösungen für Psychotherapeuten. Das Unternehmen wurde von dem Psychotherapeuten und Wissenschaftler Prof. Dr. Frank Petrak gemeinsam mit Xaver Ebner und Michael Reibold gegründet und verbindet klinische Erfahrung, psychotherapeutische Forschung und Technologieentwicklung.
Mit der Plattform iptas entwickelt das Unternehmen einen digitalen Copiloten für Psychotherapeuten, der bei Therapienavigation, evidenzbasierter Wissensintegration, Dokumentation und Qualitätssicherung im Behandlungsprozess unterstützt. Die Entwicklung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen, Kliniken und Praxispartnern.
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