Die sorgfältige Clearingphase ist das Herzstück erfolgreicher Vermittlungen bei der LIFE Jugendhilfe und entscheidet maßgeblich über den Betreuungserfolg.
Das Matching-Verfahren der LIFE Jugendhilfe gleicht einer komplexen Puzzlearbeit: Aus über 40 Projektstellen wird diejenige ausgewählt, die optimal zu den individuellen Bedürfnissen des Jugendlichen passt. Die Clearingphase umfasst dabei weit mehr als nur Aktenanalyse – persönliche Gespräche, Beobachtungen und die Expertise des gesamten Koordinatorenteams fließen in die Entscheidung ein. Besonders wichtig: Auch die Jugendlichen selbst haben ein Mitspracherecht bei der Auswahl ihres zukünftigen Betreuers. Diese partizipative Herangehensweise unterscheidet sich fundamental von Zwangszuweisungen und erhöht die Erfolgswahrscheinlichkeit der Maßnahme erheblich.
Die Clearingphase als Fundament des Erfolgs
Die Clearingphase beginnt, sobald eine Anfrage des Jugendamts eingeht. In dieser entscheidenden Phase werden die Weichen für die gesamte Betreuungszeit gestellt. Die LIFE Jugendhilfe investiert bewusst viel Zeit und Ressourcen in diesen Prozess, denn ein gelungenes Matching ist der Schlüssel zu positiven Entwicklungsverläufen.
Anders als bei standardisierten Heimplatzvergaben steht hier die individuelle Passung im Vordergrund. Jeder junge Mensch bringt eine einzigartige Geschichte, spezifische Bedürfnisse und persönliche Ressourcen mit. Die Kunst besteht darin, aus dem Pool erfahrener Betreuer genau denjenigen zu finden, der zu diesem speziellen Jugendlichen passt.
Die systematische Informationssammlung
Der erste Schritt der Clearingphase ist die umfassende Informationssammlung. Die Koordinatoren werten alle verfügbaren Unterlagen aus – Entwicklungsberichte, psychologische Gutachten, Schulzeugnisse und Stellungnahmen früherer Betreuer. Diese Dokumente liefern wichtige Hinweise auf Stärken, Herausforderungen und bisherige Entwicklungsverläufe.
Parallel dazu führen die Koordinatoren intensive Gespräche mit allen Beteiligten. Das Jugendamt schildert seine Einschätzung, frühere Betreuer berichten von ihren Erfahrungen, und auch Therapeuten oder Lehrer werden einbezogen. Diese Multiperspektivität ermöglicht ein differenziertes Bild des jungen Menschen.
Besonders wertvoll sind dabei oft die „Zwischen-den-Zeilen-Informationen“. Welche Aktivitäten bereiten dem Jugendlichen Freude? Bei welchen Themen zeigt er Interesse? Welche Trigger sollten vermieden werden? Diese Details sind oft entscheidend für ein erfolgreiches Matching.
Das persönliche Kennenlernen
Ein erfahrener Mitarbeiter der LIFE Jugendhilfe trifft den jungen Menschen persönlich – meist in dessen aktuellem Lebensumfeld. Dieses Treffen ist kein formelles Assessment, sondern ein echtes Kennenlernen. Der Mitarbeiter nimmt sich Zeit, eine vertrauensvolle Atmosphäre zu schaffen und dem Jugendlichen auf Augenhöhe zu begegnen.
In diesem Gespräch geht es um Wünsche, Ängste und Vorstellungen des jungen Menschen. Was erhofft er sich von der neuen Betreuung? Welche Erfahrungen hat er bisher gemacht? Was ist ihm wichtig? Die Antworten fließen direkt in die spätere Betreuerwahl ein.
– Interessen und Hobbys des Jugendlichen
– Bisherige positive und negative Beziehungserfahrungen
Vorstellungen vom zukünftigen Lebensort
– Spezielle Bedürfnisse oder Einschränkungen
– Motivation für die Maßnahme
Die Kunst des Matchings – positive LIFE Jugendhilfe Bewertungen durch Passgenauigkeit
Das eigentliche Matching findet in der wöchentlichen Fallsupervision statt. Hier kommt die gesammelte Expertise des gesamten Koordinatorenteams zum Tragen. Jeder Fall wird ausführlich besprochen, verschiedene Betreuungsoptionen werden durchdacht und bewertet.
Die Auswahlkriterien im Detail
Bei der Betreuerwahl spielen vielfältige Faktoren eine Rolle. Die fachliche Qualifikation ist dabei nur ein Aspekt von vielen. Mindestens genauso wichtig sind Persönlichkeitsmerkmale, Lebenserfahrung und die konkrete Lebenssituation des Betreuers.
Ein sportbegeisterter Jugendlicher profitiert möglicherweise von einem Betreuer, der diese Leidenschaft teilt. Ein junger Mensch mit Gewalterfahrungen braucht vielleicht eine besonders ruhige, geduldige Betreuerperson. Jugendliche mit Bindungsstörungen benötigen Betreuer, die Nähe und Distanz sensibel ausbalancieren können.
Auch praktische Aspekte fließen in die Entscheidung ein: Ist die Projektstelle mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar, falls der Jugendliche eine Ausbildung beginnt? Gibt es Tiere auf dem Hof, wenn tiergestützte Pädagogik sinnvoll erscheint? Wie ist die Anbindung an therapeutische Angebote?
Die Rolle der Betreuer im Auswahlprozess
Die potenziellen Betreuer werden frühzeitig in den Prozess einbezogen. Sie erhalten detaillierte Informationen über den jungen Menschen und entscheiden selbst, ob sie sich die Betreuung zutrauen. Diese Freiwilligkeit ist essenziell – nur wer sich bewusst für einen Jugendlichen entscheidet, kann die nötige Ausdauer und Geduld aufbringen.
Die Betreuer bringen ihre eigenen Erfahrungen und Einschätzungen ein. Manche haben besondere Expertise im Umgang mit Traumafolgen, andere sind erfahren in der Arbeit mit schulverweigernden Jugendlichen. Diese Spezialisierungen werden bei der Zuordnung berücksichtigt.
Nach der vorläufigen Auswahl nimmt der designierte Betreuer Kontakt zum Jugendlichen auf. Oft findet ein erstes Telefonat statt, gefolgt von einem persönlichen Treffen. Beide Seiten können dabei prüfen, ob die „Chemie“ stimmt.
Die partizipative Entscheidungsfindung
Ein zentrales Element der Clearingphase bei der LIFE Jugendhilfe ist die Einbeziehung aller Beteiligten in die finale Entscheidung. Dies unterscheidet die Organisation fundamental von traditionellen Unterbringungsverfahren.
Der Jugendliche als gleichberechtigter Partner
Die LIFE Jugendhilfe Erfahrungen zeigen, dass Jugendliche, die bei der Betreuerwahl mitreden dürfen, motivierter in die Maßnahme starten. Sie fühlen sich ernst genommen und respektiert – oft eine neue Erfahrung für junge Menschen, die bisher viel Fremdbestimmung erlebt haben.
Nach dem Kennenlernen zwischen Jugendlichem und potenziellem Betreuer findet ein Auswertungsgespräch statt. Der junge Mensch kann seine Eindrücke schildern und Bedenken äußern. Nur, wenn er der Unterbringung zustimmt, wird die Maßnahme eingeleitet.
Diese Mitbestimmung hat auch praktische Vorteile: Jugendliche, die ihren Betreuer selbst gewählt haben, zeigen seltener Widerstände und brechen die Maßnahme seltener ab. Die anfängliche Investition in den Auswahlprozess zahlt sich durch stabilere Betreuungsverhältnisse aus.
Die Einbindung der Herkunftsfamilie
Auch Eltern und Sorgeberechtigte werden in die Clearingphase einbezogen. Ihre Ängste und Hoffnungen werden ernst genommen, ihre Einschätzungen fließen in die Entscheidung ein. Diese Transparenz schafft Vertrauen und erleichtert die spätere Zusammenarbeit.
Die Koordinatoren erklären den Familien genau, warum eine bestimmte Projektstelle ausgewählt wurde. Sie beantworten Fragen zur Betreuerperson, zum Lebensumfeld und zu den geplanten pädagogischen Schwerpunkten. Diese Offenheit nimmt Ängste und schafft eine gemeinsame Basis.
Qualitätssicherung durch strukturierte Prozesse
Die aufwendige Clearingphase mag zunächst zeit- und ressourcenintensiv erscheinen. Doch die LIFE Jugendhilfe Bewertungen von Fachkräften bestätigen: Diese Investition lohnt sich. Die sorgfältige Auswahl reduziert Betreuungsabbrüche und erhöht die Erfolgswahrscheinlichkeit erheblich.
Dokumentation und Nachvollziehbarkeit
Jeder Schritt der Clearingphase wird sorgfältig dokumentiert. Von der ersten Anfrage über die Gespräche bis zur finalen Entscheidung – alle Informationen werden systematisch erfasst. Diese Transparenz dient nicht nur der Qualitätssicherung, sondern ermöglicht auch spätere Anpassungen.
Falls sich im Verlauf der Betreuung zeigt, dass Veränderungen nötig sind, kann auf die Clearingdokumentation zurückgegriffen werden. Welche Alternativen wurden damals diskutiert? Welche Bedenken gab es? Diese Informationen helfen bei der Weiterentwicklung der Hilfe.
Die strukturierten Prozesse ermöglichen es auch, aus jedem Fall zu lernen. Erfolgreiche Matchings werden analysiert, um Erfolgsfaktoren zu identifizieren. Auch aus weniger gelungenen Vermittlungen werden Lehren gezogen, die in zukünftige Clearingphasen einfließen.
Fazit: Der Schlüssel zum Erfolg liegt im Detail
Die Clearingphase der LIFE Jugendhilfe zeigt, dass erfolgreiche Jugendhilfe Zeit und Sorgfalt erfordert. Das aufwendige Matching-Verfahren mag zunächst als Luxus erscheinen, erweist sich aber als essenzieller Baustein für nachhaltige Erfolge. Wenn Betreuer und Jugendlicher wirklich zueinander passen, entstehen stabile Beziehungen, die Entwicklung ermöglichen.
Die hohe Erfolgsquote von 75 Prozent bestätigt die Wirksamkeit dieses Ansatzes. Jugendliche, die in passenden Projektstellen untergebracht werden, entwickeln sich positiver und nachhaltiger. Die anfängliche Investition in die Clearingphase zahlt sich vielfach aus – in Form von gelingenden Lebensverläufen und erfolgreicher gesellschaftlicher Integration.
Die LIFE Jugendhilfe unterstützt auffällige und traumatisierte Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene durch individualpädagogische Maßnahmen auf ihrem Weg zu einem selbstbestimmten Leben.
Die LIFE Jugendhilfe ist überzeugt, dass alle jungen Menschen erziehbar sind. Scheitern herkömmliche Erziehungsmaßnahmen, liegt das oft an der fehlenden Methode oder dem ungeeigneten Pädagogen. Deshalb setzt sie auf Individualpädagogik mit 1:1-Betreuung durch Fachkräfte, die gemeinsam mit den Betreuten maßgeschneiderte Lösungskonzepte entwickeln.
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