Auto parken: Offene Fenster können teuer werden

R+V-Infocenter: Wer sein Fahrzeug verlässt, muss es gegen unbefugte Benutzung sichern

Auto parken: Offene Fenster können teuer werden

Wiesbaden, 28. Mai 2026. Einen Hitzestau im Auto vermeiden: Bei sommerlichen Temperaturen parken viele ihre Wagen mit geöffneten Fenstern. Doch wer sein Fahrzeug verlässt, muss es gegen unbefugte Benutzung sichern – sonst kann es teuer werden. Darauf macht das Infocenter der R+V Versicherung aufmerksam.

Geöffnete Fenster machen es Dritten leicht, sich Zugang zum Innenraum zu verschaffen. Dasselbe gilt für unverschlossene Fahrzeuge oder Cabrios mit offenem Verdeck. „Doch das ist ein Risiko. Denn Fremde können Schäden verursachen oder im schlimmsten Fall mit dem Fahrzeug losfahren“, sagt Roland Richter, Verkehrsexperte bei der R+V Versicherung.

Abschleppen nur im Einzelfall
Entscheidend ist dabei, wie leicht sich das Fahrzeug öffnen oder nutzen lässt. „Ein kleiner Spalt zur Belüftung wird in der Regel anders behandelt als ein weit geöffnetes Fenster“, erklärt R+V-Experte Richter. „Wer Fenster oder Verdeck weiter offenlässt und weggeht, riskiert ein Verwarnungsgeld.“ Üblicherweise sind dafür 15 Euro fällig.

Findet die Polizei ein ungesichertes Fahrzeug, kann sie einschreiten. Möglich ist etwa, dass sie zunächst versucht, den Halter zu erreichen. Bleibt das erfolglos oder ist die Gefahr besonders groß, dass Dritte sich Zugang zum Fahrzeug verschaffen, kann das Auto sogar abgeschleppt werden – mit den entsprechenden Kosten für den Halter. „Die Maßnahme muss aber immer verhältnismäßig sein“, betont Richter. „Steht das Auto nur kurz und in Sichtweite, ist die Situation anders zu bewerten als nachts auf einem abgelegenen Parkplatz.“

Auch die Versicherung kann prüfen
Offene Fenster können zudem Folgen für den Versicherungsschutz haben. Das gilt etwa, wenn das Auto gestohlen wird. „Wer sein Fahrzeug mit weit geöffneten Fenstern unbeaufsichtigt stehen lässt, macht es Kriminellen leicht“, sagt Roland Richter. „Das kann im Einzelfall dazu führen, dass ein Diebstahl nicht versichert ist.“ Dabei spielen die Umstände eine große Rolle: Wie lange stand das Fahrzeug unbeaufsichtigt? Stand es auf einem belebten Parkplatz oder an einem abgelegenen Ort? Waren Wertgegenstände sichtbar? „Je einfacher es Dieben gemacht wird, desto größer ist das Risiko“, ergänzt der R+V-Experte.

Weitere Tipps des R+V-Infocenters:
– Soll etwas Luft ins Auto kommen, Fenster nur einen kleinen Spalt offenlassen – so dass niemand ins Auto greifen kann.
– Fahrzeug immer abschließen, auch bei kurzen Erledigungen.
– Keine Taschen, Handys, Geldbörsen oder Schlüssel sichtbar im Innenraum liegen lassen.
– Cabrios bei längerer Abwesenheit besser mit geschlossenem Verdeck parken.
– Bei angekündigtem Regen oder Gewitter alle Fenster vollständig schließen.
– Kinder und Tiere niemals im geparkten Auto zurücklassen – auch nicht bei leicht geöffnetem Fenster.

Das R+V-Infocenter wurde 1989 als Initiative der R+V Versicherung in Wiesbaden gegründet. Es informiert regelmäßig über Service- und Verbraucherthemen. Das thematische Spektrum ist breit: Sicherheit im Haus, im Straßenverkehr und auf Reisen, Schutz vor Unfällen und Betrug, Recht im Alltag und Gesundheitsvorsorge. Dazu nutzt das R+V-Infocenter das vielfältige Know-how der R+V-Fachleute und wertet Statistiken und Trends aus. Zusätzlich führt das R+V-Infocenter eigene Untersuchungen durch: Die repräsentative Langzeitstudie über die „Ängste der Deutschen“ ermittelt beispielsweise bereits seit 1992 jährlich, welche wirtschaftlichen, politischen und persönlichen Themen den Menschen am meisten Sorgen bereiten.

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